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Vom Wochenende auf der Farm und von Plänen für die Ferien

Hallo zusammen,

 

ich hoffe, dass es Euch gut geht und dass Ihr vom Herbst in Deutschland nicht allzu genervt seid! 

 

Wie über den Blog angekündigt, bin ich am vergangenen langen Wochenende von Freitagmittag bis einschließlich Dienstagmittag auf einer Farm im Osten Namibias gewesen. Eine Familie, deren beide Töchter im Kleinen Heimbereich wohnen, hatte mich dazu eingeladen, das Leben auf der Farm kennen zu lernen. Die Farm mit Namen „Spandau“ liegt ca. eineinhalb bis zwei Stunden Fahrt von Windhoek entfernt. Die von der Teerstraße (B 6, Windhoek–Gobabis) abgehende und an der Farm entlang führende Piste (Nebenstraße der Kategorie D) zweigt ca. 60 km vor Gobabis nach Norden ab. Dann sind es nochmals einige Kilometer Fahrt bis zum Farmhaus. Wer auf einer Detailkarte den kleinen Ort Witvlei ausmachen kann: nicht sehr weit entfernt davon.
Die Gegend um „das Zentrum des Ostens“ Gobabis nennt man umgangssprachlich den cattle county, da es dort besonders viele Rinderfarmen gibt. Auf „Spandau“ werden Rinder und Schafe in extensiver Weidewirtschaft gehalten. Die Farm umfasst, wenn ich das richtig behalten habe, ein Gebiet von ca. 10 000 ha. Die Familie besitzt eine weitere Farm bei Gobabis, die von einer Managerin geleitet wird und auf der ebenfalls Rinderhaltung betrieben wird. Für den Hausgebrauch werden Hühner, Enten und Gänse gehalten. Es gibt täglich frische Eier. Die Kühe werden gemolken, sodass auch frische Milch auf den Tisch kommt. Brot, Quark, Räucherwurst u.a. werden grundsätzlich selbst gemacht. Da einige Zitronenbäume am Farmhaus wachsen, wird auch regelmäßig Zitronensaft gepresst. Es gibt auch einen kleinen Gemüse- und Kräutergarten...
Meine Hauptbeschäftigung war das Spiel mit den beiden Töchtern: neben Brettspielen, Malen usw. im Haus wurde auch oft draußen Ball, Fangen usw. gespielt oder sich im Pool vergnügt. Auch eine kleine Fahrradtour inklusive der fünf Farmhunde zum nahen (angelegten) Wasserloch haben wir einmal unternommen. Ansonsten habe ich bei vielen alltäglichen Arbeitsschritten zugesehen oder teilweise auch geholfen (verwaistes Kälbchen mit Milch füttern, Eier von den Hühnern „stibitzen“, Mahlzeitenzubereitung, usw.). Abends sitzt man meist gemütlich zusammen und unterhält sich.
Am Samstagnachmittag waren wir zu einem Gottesdienst in Gobabis, der in der dortigen lutherischen Kirche anlässlich des Reformationstages stattfand. Der Gottesdienst wurde umrahmt von Kaffee und Kuchen und einem geselligen Zusammensein.
Auf der Rückfahrt von Gobabis zur Farm sind wir in einen richtigen Wolkenbruch hineingeraten. Meist sieht man den Regen aus dem Auto schon von weitem, weil sich von den Wolken wie Schlieren Richtung Erde ziehen und man den Regen sozusagen regnen sieht – ein seltsames Schauspiel. Kaum hatten wir die Asphaltstraße verlassen und waren auf die Schotter-Pad gefahren, kam wir in den heftigsten Regenschauer, den ich je in meinem Leben erlebt habe – ungelogen! Die Piste verwandelte sich in einen kleinen Fluss, sodass wir nur 20km/h im 4x4-Modus fahren konnten. Der Regen wurde begleitet von Blitz, Donner und Hagel und klang, nachdem wir die Farm längst erreicht hatten, vollkommen erst nach einigen Stunden ab. Total krass!
Am Sonntagvormittag gab es dann eine Farmrundfahrt – auch mit dem Zweck, an verschiedenen so genannten „Posten“ die Mengen des gefallenen Regens zu ermitteln.
Posten sind eingezäunte Areale, wo die Rinder zusammen getrieben und getränkt werden können. Alles Wasser, was auf der Farm gebraucht wird (vor allem das Trinkwasser), wird übrigens aus einem Brunnen gepumpt; das Grundwasser liegt auf dieser Farm bei einem Pegel von 120 Metern unter der Erde. Auf der Farmrundfahrt haben wir neben den Rindern auch verschiedene Antilopen-Herden und wie so oft Warzenschweine gesehen. Elefanten, Giraffen oder andere größere Tiere gibt es auf „Spandau“ nicht.
Sonntagnachmittag war die Familie bei Verwandten auf einer nicht weit entfernten Farm eingeladen. Nach Kaffee/Kuchen gab es auch dort eine kleine Farmrundfahrt (ich bin zum ersten Mal für einige Minuten Quad-Bike gefahren), später Abendessen und gemütliches Beisammensein. Es ist sehr interessant, die Gespräche der Farmer mitzuverfolgen und über ihre alltäglichen Belange und Sorgen zu erfahren. Man bekommt einen Einblick in das Leben der deutschstämmigen Farmer und dem Leben auf einer Farm!
Summa summarum: Ich habe das Wochenende sehr genossen und mich – eben auch dank der Gastfreundlichkeit der Familie – sehr wohl auf der Farm gefühlt!

 

Für die großen Sommerferien, die sechs Wochen im Dezember und der ersten Januarhälfte umfassen, ist mir die Idee gekommen, nach Südafrika zu fahren und dort in einer Kapstädter Township zu volunteeren, nämlich in der Township, in der das AIDS-Waisen-Projekt liegt, das ich bisher finanziell unterstützt habe und nach meiner Rückkehr nach Deutschland wohl wieder unterstützen werde. Ich bin überzeugt, dass diese Zeit eine größere Bereicherung für mich sein würde als eine weitere Tour!
Das Township heißt Masiphumelele und liegt südlich von Kapstadt auf der Kaphalbinsel. In der Township gibt es zahlreiche Projekte und Angebote, vor allem ausgehend von der dortigen Bücherei. Infos gibt es auf der Homepage: http://www.masicorp.org/ Mit der Bibliothekarin und Hauptverantwortlichen für viele Projekte habe ich inzwischen Kontakt aufgenommen, auf meine erste Mail reagierte sie sehr positiv: sie könnte sich sehr vorstellen, dass ich nach Masiphumelele komme und bei Ferienprogrammen für Kinder und Teenager helfen könnte. Jetzt geht es darum, die Details (genaue Zeitspanne, Unterkunft etc.) zu klären – was hoffentlich bald getan sein wird. Ich würde mich sehr freuen, wenn der Plan in die Tat umgesetzt werden kann. Einen Plan B gibt es derzeit nämlich nicht :-)
Nach Kapstadt selbst kann man übrigens von Windhoek mehrmals die Woche recht günstig mit Übernacht-Bussen gelangen. Die Fahrtzeit liegt bei etwa zwanzig Stunden.

 

(Wieder) ein langes Wochenende liegt vor mir. In der Deutschen Höheren Privatschule machen dieses Jahr drei verschiedene Systeme ihren Abschluss: die Klasse 13 mit dem „alten“ Abitur (diese haben am Montag ihre mündlichen Prüfungen, deshalb ist dieser Tat schulfrei und das Heim geschlossen), die Klasse 12 mit dem NSSC-Abschluss, dem höchsten namibischen Schulabschluss, der zum Studium in Namibia und Südafrika befähigt, sowie die Klasse 12 mit dem „neuen“ Abitur, der so genannten „Deutschen Internationalen Abiturprüfung“, was derzeit an den Deutschen Schulen im Ausland Schritt für Schritt eingeführt wird (die DIAP-Schüler hatten am vergangenen Montag und Dienstag ihre mündlichen Prüfungen; Im NSSC gibt es übrigens keine mündlichen Prüfungen).
Jedenfalls bescheren uns die Abis einige freie Tage. Ich werde an diesem Wochenende in Windhoek bleiben und hoffentlich Ruhe und Muße finden...

 

Bis bald! Lasst von Euch hören!

 

Beste Grüße aus Windhoek,
Andy

 

PS. Namibia ist übrigens seit der Umstellung auf Winterzeit in Europa der deutschen Zeit eine Stunde voraus, also: namibische Zeit = deutsche Zeit + 1 Stunde.
6.11.09 13:55


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3200 km in 9 Tagen

Hallo zusammen,

 

I’m back again. Seit Samstagnachmittag wieder zurück in Windhoek. Unsere Tour in den Caprivi-Streifen, nach Nord-Botswana und zu den Victoria-Fällen war beeindruckend. 3200 Kilometer haben wir insgesamt in dieser Zeit zurückgelegt – eine beachtliche Strecke, der Day Trip nach Zimbabwe nicht eingerechnet. Wir – das sind übrigens Maike, Julius und ich als Praktis des Heims sowie Fabian und Emmi als Gäste (ehemalige Schüler eines Lehrers an der DHPS, die gerade Abitur gemacht haben).

 

Freitag 9.10. – Aufbruch, Windhoek > Otjiwarongo (Beawer’s Rock Camp, Farm Hohenfels, 20km südlich von Otjiwarongo)
Da Maike und ich am Freitag noch bis 14 Uhr arbeiten mussten (Abreisedienst), konnten wir erst anschließend den Mietwagen (ein Nissan 4x4 Allrad) holen. Bis alle Sachen verstaut waren, Fabian und Emmi abgeholt waren und wir Windhoek verließen, war es schon 16.30 Uhr. Danach ging es auf Pad, wie man im Südwester-Deutsch sagt, also auf Fahrt. Kurz vor Sonnenuntergang, nach drei Stunden Fahrt, erreichten wir die südlich von Otjiwarongo liegende Gästefarm Hohenfels, auf der sich auch ein Campingplatz befindet. Mit dem deutschsprachigen, sehr gesprächigen Manager verbrachten wir einen netten Abend an der Bar. Allerdings bemerketen wir, dass Fabian seinen Rucksack (u.a. mit seinem Pass) aus Versehen in Windhoek vergessen hatte. Nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten beschlossen wir und der Lehrer, am nächsten Morgen gleichzeitig loszufahren und uns auf halber Strecke zu treffen...
Unser Auto:

 

Samstag 10.10. – Otjiwarongo > Grootfontein (Roy’s Camp, 60km nördlich von Grootfontein)
Vormittags fuhren wir zu dritt Richtung Okahandja, wo wir  irgendwann auf den Lehrer stießen, um den Rucksack zu übergeben. Insgesamt kostete diese zusätzliche Fahrt hin und zurück drei Stunden und uns damit einen halben Tag.
Nachmittags dann Fahrt bis zum Roy’s Camp. Auf dem Weg dorthin Abstecher zum Hoba-Meteoriten, dem größten bekannten Meteoriten der Welt, der vor ca. 80.000 Jahren auf die Erde stürzte und 1920 in der Einöde unweit von Grootfontein gefunden wurde.


In Grootfontein wurden wir beim Tanken darauf aufmerksam gemacht, dass der Ersatzreifen unter unserem Auto (der eine war mit einer Kette unterhalb des Wagens, der andere im Kofferraum angebracht) lose war – wie bzw. warum auch immer. Wir als Laien konnten nicht so einschätzen, inwieweit dieser Zustand gefährlich werden konnte, und haben mit der Autovermietung telefoniert: Wir sollten weiterfahren und in der nächsten geöffneten Autowerkstatt das noch mal begutachten lassen. Also sind wir mit leicht mulmigem Gefühl weitergefahren...

 

Sonntag 11.10. – Grootfontein > Katima Mulilo (Zambesi River Lodge in Katima Mulilo, direkt am Ufer des Zambesi)
Am nächsten Tag oft immer wieder Dutzende Kilometer stur geradeaus Fahrt über Rundu (wo uns bezüglich des Reifens nicht weitergeholfen werden konnte) durch den Caprivi-Streifen bis nach Katima Mulilo, dem Hauptort des Caprivi-Streifens. Wir übernachteten auf der Camping Site der Zambesi River Lodge, wo wir auch im Restaurant lecker zu Abend aßen.
Der Caprivi-Streifen ist übrigens benannt nach Leo von Caprivi, dem Nachfolger Bismarcks im Amt des Reichskanzlers. Der Caprivi-Streifen ging im Rahmen des Helgoland-Sansibar-Vertrags (Großbritannien trat Helgoland und das Gebiet, das dann nach Caprivi benannt wurde, ab und erhielt dafür Sansibar vor Ostafrika) an das Deutsche Kaiserreich und wurde damit Bestandteil der Kolonie Südwestafrika.
Der Zambezi River bei Katima Mulilo:

 

Montag 12.10. – Katima Mulilo > Kasane/Botswana (Ngina Camp, 5km außerhalb von Kasane)
Morgens waren wir in Katima Mulilo bei einer Autowerkstatt, wo der Ersatzreifen glücklicherweise abmontiert werden konnte. Der Reifen wurde dann im Kofferraum verstaut.
Mittags Grenzübertritt von Namibia nach Botswana (Grenzübergang Ngoma).
Landschaftsimpression genau an der Grenze:

Fahrt auf Asphaltstraße durch einen Teil des Chobe Nationalparks, wo am Straßenrand auch einige Elefanten unseren Weg kreuzten.
Zum Beispiel so:

In Kasane angekommen, wollten wir uns eigentlich in die beeindrucke Safari River Lodge einbuchen. Da aber alle Plätze auf dem Campingplaz für diesen Tag bereits vergeben waren, landeten wir schließlich einige Kilometer außerhalb des Ortes im Ngina Camp, wo wir Montag auf Dienstag übernachteten und Montagabend einen heiteren Abend am Pool verbrachten.

 

Dienstag 13.10. – Kasane (Chobe Safari Lodge in Kasane, direkt am Ufer des Chobe River)
Vormittags konnten wir uns für zwei Nächte in die Chobe Safari Lodge einbuchen, sodass der Vormittag mit Zelte in einem Camp abbauen und im anderen Camp aufbauen sowie „Umziehen“ herumging... Hier die Terrasse des Hauptgebäudes der Lodge mit Pool sowie Restaurant:

Für Mittwoch buchten wir dann über die Lodge einen Transfer/Tagesausflug zu den Victoriafällen. Am Dienstagnachmittag nahmen wir an einer dreistündigen Bootstour (River Cruise) auf dem Chobe teil, wo wir u.a. Elefanten, Affen, Impala-Antilopen, Büffel u.a. am Ufer sowie Krokodile und Hippos im Wasser bewundern konnten.
Ein einzelner Elefant im Schilf:

Eine Elefantenherde am Ufer:


Ein Büffel:

Ein Krokodilweibchen beim „Brüten“ der Eier:

Ein Krokodil am Ufer im Vordergrund mit einer Impala-Antilope:

Ein afrikanischer Fischadler:

Und ohne Tiere:
                                

 

Mittwoch 14.10. – Kasane > Victoria Falls/Zimbabwe > Kasane (Chobe Safari Lodge)
Von 8.00-17.00 Uhr Day Trip zu den Victoriafällen: Transfer über die Grenze nach Zimbabwe in den Ort Victoria Falls, eigene Zeit zur Erkundung der Fälle und des Ortes, anschließend Rückfahrt.
Auf der Zimbabwe-Seite gibt es den Victoria Falls Nationalpark mit Wegen zu den verschiedenen Aussichtspunkten, von denen aus man die Fälle, die im Grunde auf der Sambia-Seite auf der anderen Seite einer Schlucht liegen, bewundern kann. Die Gischt ist an manchen Punkten so stark, dass es sich wie Regen anfühlt. Die Fälle zu sehen, zu hören und durch die Gischt in gewisser Weise auch zu fühlen, ist einfach nur beeindruckend. Das ca. 100m herabstürzende Wasser hat etwas Majestätisches an sich. (Ich habe mit der Digitalkamera nicht nur Fotos, sondern auch einige kurze Videos gemacht, die ich – wieder in Deutschland – gerne zeigen kann.)
Der Devil’s Cataract:

Die Main Falls (beim ersten Foto durch die Schlucht gesehen, etwas entfernt)




Horse Shoe Falls und Rainbow Falls:

Blick von der Kante nach unten:

Im berühmten und luxuriösen Victoria Falls Hotel haben wir uns vor der Rückfahrt noch einen Cocktail gegönnt. Um Euch eine Vorstellung vom Luxus zu geben...
Blick auf die Terrasse, wo wir unseren Cocktails geschlürft haben:

Blick von der Terrasse in Richtung der Zimbabwe und Sambia verbindenden Eisenbahnbrücke aus dem 19. Jh.:

Einer der wenigen Räume, die wir gesehen haben:

Abends, nach der Rückkehr nach Kasane, haben wir uns dann das Buffet im Restaurant der Lodge gegönnt: aus Camper-Sicht natürlich Luxus, aber mit umgerechnet ca. 14 Euro all you can eat eigentlich billig – Feinschmecker-Essen vom Feinsten, was es durchaus mit Sterne-Restaurants aufnehmen kann (nicht, dass es in letzteren viel Erfahrung hätte).

 

Donnerstag, 15.10. – Kasane > Kongola/Caprivi-Streifen (Kwando Camp, 20km südlich von Kongola, direkt am Ufer des Kwando)
Donnerstagmorgen haben wir unsere Zelte abgebrochen und am Vormittag ging es dann zu einem eigenen mehrstündigen Game Drive  durch den nördlichsten Teil des Chobe National Park auf, wo wir unter anderem wieder Antilopen, Warzenschweine, Büffel, ganz viele Paviane, Adler und andere Vögel sowie eine Elefantenherde bewundern konnten. 
Hier eine Auswahl an Bildern:




Mittags Grenzübertritt von Botswana nach Namibia, kurzer Abstecher zum Lake Liambezi, Auftanken und Einkaufen in Katima sowie Fahrt bis zum Kwando Camp mitten im Caprivi-Streifen, das wir am späten Nachmittag erreichten.

 

Freitag, 16.10. – Kongola – Grootfontein (Roy’s Camp, 60km nördlich von Grootfontein)
Am Freitag ging es dann zurück durch den schmalen Teil des Caprivi-Streifens. Mittags waren wir bei den so genannten Popa-Fällen, eigentlich „nur“ Stromschnellen des Okavango River und zur Mittagspause im nicht weit davon entfernten, sehr coolen Ngepi Camp. Anschließend Fahrt über Rundu bis zum Roy’s Camp, das wir kurz nach Sonnenuntergang erreichten.

 

Samstag, 17.10. – Grootfontein – Windhoek
Rückfahrt bis Windhoek, am frühen Nachmittag Ankunft in der namibischen Hauptstadt. Abends waren wir dann mit weltwärts-Freiwilligen zuerst in Joe’s Beerhouse Essen, danach ging es in zwei Clubs mit vorwiegend schwarzem Publikum...

 

Seit Montag bin ich nun wieder im Arbeitstrott. Sieben Woche verbleiben bis zu den Großen Ferien, wobei diese Zeit durch einige lange Wochenenden (bedingt u.a. durch Mündliche Abiturprüfungen in der DHPS) wohl schneller vergehen als man denkt. Nächstes Wochenende habe ich erst mal Wochenend-Dienst. Das Wochenende darauf (ein langes, bis einschließlich Dienstag frei) bin möglicherweise bei einer Familie auf der Farm...

 

Bis bald!

 

Viele Grüße
Andy
21.10.09 20:59


Von der Farm zurück – und bald wieder weg?!

Hallo zusammen,

 

in einer turbulenten Woche melde ich mich an meinem freien Abend bei Euch und hoffe, dass es Euch gut geht!!

 

Am vergangenen Wochenende hat das Fortbildungswochenende der Heimleitung, der ErzieherInnen und der PraktikantInnen stattgefunden (eines von zweien im Jahr, das nächste wird im Februar sein). Wir waren im Voraus von einer Familie auf ihre Farm eingeladen worden. Die Farm liegt ca. 2,5 Stunden Fahrt nordöstlich von Windhoek und ist eine Rinder- und Jagdfarm.
Freitagmittag war Abfahrt mit einem Bus der Schule. Nach der Ankunft und Auspacken etc. wurde der Abend gemütlich verbracht mit Braai (Grillen), Zusammensitzen, Erzählen, bei Musik usw. Samstags nach dem Frühstück begann dann das eigentliche Fortbildungsprogramm. Vormittags wurden Fallbesprechungen geübt, nach dem Mittagessen in verschiedenen Gruppen das Thema Konfliktlösung bearbeitet. Abends bekamen wir eine Farmrundfahrt und kehrten bei untergehender Sonne zum Haus zurück. Auch der Samstagabend klang gemütlich aus. Die Praktis wurden später auch noch vom Sohn der Familie (in unserem Alter; ein ehemaliger DHPS-Schüler) zu einer kleinen Nachtwanderung mitgenommen: d.h. aus dem umzäunten Bereich hinaus auf das freie Gelände, beim extrem hellen Schein des Mondes, da in dieser Nacht kaum Wolken am Himmel waren... Zunächst ist einem da erst mulmig wegen der wilden Tiere, angefangen mit den Schlangen bis zu Hyänen, aber nachdem der erfahrene Farmerssohn versicherte, dass die Tiere vor Lärm Angst haben und deshalb nicht in unsere Nähe kommen werden, war ich beruhigt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag habe ich dann unter freiem Himmel vorm Farmhaus geschlafen, was gegen Morgen doch empfindlich kalt wurde... Sonntagmorgen war zwischen Frühstück und Mittagessen noch einmal eine kleine Gruppenarbeitsphase, um 12 Uhr brachen wir auf und erreichten Windhoek gegen 14.30 Uhr... Mir hat das Wochenende sehr gefallen. Es war schön, aus Windhoek herauszukommen. Die Fortbildung fand in absolut entspannter Atmosphäre statt. Auf der Farm und wieder in der Natur zu sein, war sehr angenehm.

 

Ich wurde gestern übrigens von einer Familie – deren beiden Töchter im Kleinen Heimbereich sind – für demnächst auf deren Farm eingeladen, worüber ich mich sehr freue. Der genaue Termin (wohl Ende Oktober oder Anfang November) wird noch ausgemacht. Dort werde ich dann etwas intensiver das eigentliche Farmleben kennen lernen.

 

Jetzt aber erst einmal Fotos vom Wochenende auf der Farm.

 

Hier einige Bilder von der Farm, ihren Gebäuden und den Tieren:






 

Abendlicher Himmel am Freitagabend:



 

Eindrücke von der Farmrundfahrt am Samstagabend:




 

Am Freitag endet die Schule. Danach sind eine Woche Ferien. Die Pläne der Praktis sind inzwischen richtig konfus geworden. Ein Teil der Praktis hat ihre Caprivi/Victoriafälle-Pläne aufgegeben und fährt mit einem der Erzieher zusammen in den Süden Namibias. Die weltwärts-Freiwilligen sind auch abgesprungen, weil ihre Pässe bei Home Affairs sind. Nur noch Maike und ich sind der harte Kern, der weiterhin die Tour in den Norden machen will – und höchstwahrscheinlich auch macht. Womöglich kommt auch noch Julius mit. Außerdem sind wir über einen der Lehrer von der DHPS an zwei weitere Mitfahrer gekommen, und zwar zwei ehemalige Schüler (eine sie, ein er) von ihm aus Deutschland, die gerade Abitur gemacht haben und morgen für einige Wochen nach Namibia kommen. Wir haben uns gedacht – wer nicht wagt, der nicht gewinnt: nehmen wir sie mit. Die beiden lernen wir dann hoffentlich morgen Nachmittag kurz kennen – und dann mal sehen. Wir sind also vier, evtl. fünf auf der Tour. Der 4x4 Wagen ist so gut wie gebucht, hoffentlich kommt da nichts mehr dazwischen. Tourbeginn ist entweder Freitagmittag oder Samstagmorgen. Sie dauert dann bis Sonntag, 18.10. Auch mit dem genauen Tourverlauf und den Camps (es wird wieder gecampt) müssen wir dann noch mal alles klären. Aktuelle Planung: mehrere Tage im Caprivi-Streifen auf Hin- und Rückfahrt. Überquerung der Grenze nach Botswana. Von Kasane (Botswana) aus wohl geführte Tagestour in den Chobe National Park. Transfer zu den Victoria Falls (entweder Zambia- oder Zimbabwe-Seite), die übrigens zu den größten Wasserfällen der Welt gehören. (Ihr könnt ja mal googlen).
Es ist in den letzten Tagen einfach vieles in der Schwebe gewesen und es war eine richtige Achterbahn zwischen „Tour ist geplatzt“ und  „Tour findet statt“. Summa summarum: hundertprozentig ist noch nichts, aber wir sind trotz aller Umstände guter Dinge, dass wir das Kind schaukeln werden. Wie auch immer.

 

Sollten wir am Freitag oder Samstag dann auf Tour gehen, melde ich mich jeden Fall noch mal kurz im Blog – und dann geht es hoffentlich los. Ich denke, es wird eine anstrengende und vielleicht auch chaotische Reise – aber mit Sicherheit eine Erfahrung fürs Leben. Gerade im Caprivi-Streifen soll die Erfahrung mit den Tieren (vor allem Elefanten, Hippos) noch intensiver sein als beispielsweise im Etosha National Park. Wenn man zum Beispiel an einem Fluss campt, kann es vorkommen, dass Hippos am Ufer grasen, keine fünf Meter von einem entfernt... nicht ungefährlich, aber grandios. Die Victoria Falls sind mit Sicherheit auch einfach nur überwältigend. Ich hoffe nicht, dass wir sozusagen in letzter Sekunde doch einen Rückzieher machen müssen. Sondern dass die Tour stattfindet. Ihr dürft – wie wir hier auch – gespannt sein, wie es weitergeht.

 

Für heute alles Gute und bis bald!!

 

Viele Grüße aus Windhoek,
Andy
6.10.09 20:57


Neue Gruppe, neues Glueck

Hallo Ihr Lieben,

 

zuallererst: Happy Birthday, Schwesterchen!! Ich wünsche Dir nachträglich nochmals alles Gute für das kommende Lebensjahr sowie ganz viel Zufriedenheit!! Ich hoffe, Du hattest gestern einen tollen Tag!!

 

Seit Mittwoch, 16. September, funktioniert das Internet im Computerraum nicht (ein Heimschüler hatte ein Kabel des Main Computers geklaut und als ein neues Kabel besorgt und angeschlossen war, wurde ein Virus entdeckt). Deswegen melde ich mich jetzt erst wieder über den Blog bei Euch – aus dem Heimbüro, wo wir Praktis inzwischen immer mal wieder unsere Mails lesen dürfen.

 

Seit dem Ende der Ferien, also seit 14. September, bin ich nun in „meiner“ neuen Gruppe, einer der drei Gruppen im Kleinen Heimbereich, der sich in das Haus „Spatzennest“ (Jungen und Mädchen der 1. Klasse, Jungen der 2. Kl.), das Haus „Adlerhorst“ (Mädchen der 2. Kl., Jungen und Mädchen der 3. Kl. und 4. Kl.) und das Haus „Dachsbau“ (5. und 6. Klasse) unterteilt. In jedem Haus arbeitet eine Erzieherin zusammen mit einem Praktikanten bzw. einer Praktikantin – Spiel- und Freizeit geschieht aber oftmals auch gruppenübergreifend, z.B. beim Spiel im Hof/am Spielplatz oder beim Schwimmen im Pool. Ich arbeite im Adlerhorst, wo ich mich sehr wohl fühle. Die 10 Mädchen und 4 Jungen in der Gruppe sind (meist) sehr umgänglich, nur einer der Jungs ist etwas schwierig. Ich fühle mich bei der Arbeit deutlich mehr gefordert als bei den Großen. Nach Mittagessen und Mittagsruhe findet Hausaufgabenbetreuung (ich bin i.d.R. bei den Mädchen 4. Klasse) statt, anschließend ist Freizeit. Mit den Jungs z.B. spiele ich öfter Basketball oder andere Spiele. Mit den Kindern komme ich gut klar und es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten. Mit der (manchmal vielleicht etwas zu strengen) Erzieherin verstehe ich mich bisher sehr gut. Ich habe auch schon Ideen für projektähnliche Angebote, von denen ich gestern die erste (Basteln eines Rundmühle-Spiels) gestern der Erzieherin vorgeschlagen habe. Bald wird sich das wohl realisieren lassen.

 

Mein Tagesablauf: zwei Mal in der Woche Weckdienst inkl. Frühstück von 6 Uhr bis 7 Uhr; sonst Dienst ab 12.15 Uhr bis in der Regel 20.30 Uhr (Schlafenszeit für die Kids), einmal unter der Woche freien Abend; freitags und sonntags abwechselnd Ab- bzw. Anreisedienst. Heimbereichübergreifend muss jede/r Erzieher/in und Praktikant/in alle zwei/drei Monate nach Rotationsprinzip Wochenenddienst machen – für die Kinder, die übers Wochenende nicht nach Hause fahren. Bei den Kleinen fahren eigentlich immer alle auf ihre Farmen.

 

Das klingt nach viel Arbeit – aber ich habe schließlich auch Freizeit. In den letzten zwei Wochen waren wir Praktis und weltwärts-Freiwillige einmal anlässlich eines Geburtstags abends lecker Essen in einem Restaurant und  zwei Mal in der „Sansibar“, einer Disco, zum Tanzen. An einem Abend wurden die Praktis des Kleinen Heimbereichs von der Erzieherin des Spatzennests zum Kartenspielen eingeladen. Oder wir machen DVD-Abend oder sitzen in der Prakti-Küche zusammen oder sind am Wochenende am Pool...

 

Womöglich werde ich mit einem der Söhne (7. Kl.) der Dachsbau-Erzieherin Legasthenie-Förderung beginnen, worauf ich mich derzeit mit Lektüre vorbereite. Ich bin mal gespannt, was daraus wird.... Nächstes Wochenende fahren die Erzieher und Praktis zu einem Fortbildungswochenende auf eine Farm. Das Heim ist für diese Tage dann geschlossen.

 

Die Planungen für die Oktoberferien (eine Woche: 10.–17.10.) haben begonnen. Wir PraktikantInnen und einige weltwärts-Freiwillige möchten zu den Victoria Falls, also durch den Caprivi-Streifen im Norden auf eine der beiden Seiten der Fälle: nach Sambia oder Zimbabwe. In Kürze erhalte ich auch glücklicherweise endlich meinen Reisepass und damit auch mein Visum vom Ministry of Home Affairs zurück... Ich halte Euch auf dem Laufenden!

 

Was ich, ehrlich gesagt, inzwischen wirklich schade finde, ist, dass ich verhältnismäßig wenig „Flaschenpost“ aus Deutschland erhalte. Ich würde mich sehr darüber freuen, zu erfahren, wie es Euch geht und wie die vergangenen Monate bei Euch gewesen sind – aber auch, ob Euch der Blog gefällt oder ob Ihr etwas vermisst; was Euch durch den Kopf geht, wenn Ihr meine Text lest und... und... und... Deshalb meine Bitte: Schreiben! Nachrichten und Gästebuch-Fußstapfen hinterlassen! Macht doch auch mal Spuren im Sand :-)

 

In diesem Sinne – lasst von Euch hören,
Andy

 

PS. Letzte Woche gab es einmal nachts und einmal abends Gewitter mit Blitz, Donner, stürmischem Wind – und Regen... die Luft ist dann erfüllt von einem faszinierend starken Regengeruch, der nach den Wochen der Trockenheit (wenn man den Nieselregen und Nebel in Swakopmund, während unserer Tour, außen vor lässt) sehr wohltuend wirkte.
29.9.09 08:14


Echte Freude

Am Samstagnachmittag waren wir (vier Praktis) für drei Stunden in Katutura, der ehemaligen Township Windhoeks, wo die ärmere Bevölkerung Windhoeks wohnt und wo tägliche neue Blechhütten entstehen, in einer Art Community Centre, von der katholischen Kirche unterhalten, indem über die Woche verteilt verschiedene Angebote laufen. Zwei von uns hatten zufällig eine der Leiterinnen des Projekts getroffen, und zwar über eine Suppenküche in Katutura, bei der die beiden auch schon zwei Mal waren – und wurden eingeladen, samstags bei der Leseförderung von Kindern und Jugendlichen mitzuhelfen. Jeder wäre willkommen, sich einzubringen. Dieses Wochenende waren wir also zu viert von der DHPS.

 

 

Für mich war es das erste Mal in Katutura. Nach wenigen ersten zögerlichen Minuten war das Eis gebrochen, und fortan wurde gespielt, zum Beispiel Fangen oder auf dem kleinen Spielplatz. Einige Kinder spielten auch Fußball. Meistens aber war ich Huckepack-Esel, immer abwechselnd, für zahlreiche Kinder. Die Kinder, schätze ich, waren so zwischen 3 und wahrscheinlich 12 oder 13 Jahre alt. Zwischen den Spielzeiten fand dann die eigentliche Förderung der Kinder statt. Mit Vorlesen, lesen lassen, aber auch Schreibübungen oder Matheaufgaben sollen die Fähigkeiten gestärkt werden. Dabei entscheiden die Kinder selbst, was genau sie machen wollen. Es gibt auch eine kleine Bibliothek mit Kinderbüchern, wo sie sich diejenigen aussuchen können, die gelesen oder (mit den ganz Kleinen) vorgelesen und angeschaut werden sollen. Die meisten können einigermaßen Englisch sprechen – entsprechend ihres Alters.

 

 

Ich habe mich lange nicht mehr so lebendig gefühlt, weil die Lebensfreude der Kinder einfach so anstreckend war! Das Lachen und Lächeln und freudige Schreien waren so überwältigend, dass man sich am Ende gar nicht losreißen konnte. Die drei Stunden gingen im Grunde viel zu schnell vorbei. Auch die Kinder drückten und umarmten uns zum Abschied. Einige von ihnen wollten gar nicht loslassen. Auch ums Taxi standen sie dann noch herum, haben ihre Hände an die Scheiben gepresst, gewunken – und manche sind, als es losfuhr, noch einige Meter mit gerannt. Einfach nur bewegend!!

 

 

Ich bin mir sicher, dass es noch viele Samstage geben wird, an denen wir nach Katutura fahren werden.

 

 

Mit diesen Eindrücken

 

grüßt Euch aus Namibia,

 

Andy

 

15.9.09 11:10


Da waren es schon zwei...

Hallo zusammen,

 

 

seit beinahe zwei Monaten bin ich nun schon in Namibia. Die Zeit ging dann doch relativ schnell vorbei – besonders die drei Ferienwochen. Morgen kommen die Kinder und Jugendlichen von zu Hause wieder ins Heim, bevor dann am Montag das dritte Trimester beginnt. Wie bereits mehrfach erwähnt, werde ich ja ab morgen in einer anderen Gruppe, nämlich bei den Dritt- und Viertklässlern, eingesetzt sein.

 

 

Seit dem letzten Sonntag gilt in Namibia die Sommerzeit, d.h. die Uhrzeit stimmt für einige Wochen in Namibia und Deutschland überein. Bis in Deutschland die MESZ endet und dort dann die Uhren eine Stunde zurückgestellt werden – und wir hier einen kleinen Zeitvorsprung haben.

 

 

Der Frühling hält hier Einzug. Inzwischen sind es tagsüber meist an die 30° Grad. Nachts ist es nicht mehr so kalt wie im Juli oder Anfang August. Allerdings gibt es einzelne Tage, an denen es richtig windig ist. An diesen Tagen macht Windhoek seinem Namen alle Ehre. Er heißt ja übersetzt so viel wie „windige Ecke“. Am Mittwoch gab es einen außergewöhnlichen Anblick: Der Himmel voller Wolken! Natürlich werde ich das öfter sehen, wenn die Regenzeit beginnt. In den zwei Monaten habe ich aber solche Wolkenmassen bisher nur in Swakopmund am Meer erlebt. Leider habe ich es am Mittwoch verpeilt, Fotos vom Himmel zu machen. Schade... Seit ein paar Tagen traue ich mich auch in den Pool hier im Heim. Das Wasser ist zwar immer noch frisch, aber nach einigen Minuten gewöhnt man sich dran... Wie ist denn das Wetter in Deutschland?

 

 

Ich melde mich bald wieder. Lasst von Euch hören!

 

 

Beste Grüße

 

Andy

 

12.9.09 09:49


Ferien

Dear all,

 

 

die zweite Ferienwoche neigt sich dem Ende zu. Ich hoffe, dass Euch mein Tourbericht und die darin eingefügten Bilder gefallen haben. Diesmal gibt es auch wieder ein paar Fotos. Gestern waren wir nämlich zu sechst auf der Okapuka Ranch ca. 30 km nördlich von Windhoek und haben dort einen Game Drive (sozusagen eine Tierbeobachtungsfahrt mit einem erfahrenen Guide) unternommen und sind nach einer kleinen mittäglichen Stärkung noch etwa eine Stunde auf einem Hiking Trail „gewandert“ – und das in der Mittagshitze von im Moment um die 30 Grad.

 

Auf dem Game Drive (1,5 h) haben wir denn auch einige Tiere gesehen: verschiedene Antilopenarten, Giraffen, Warzenschweine, Affen, ein Krokodil in einem Wasserloch sowie mehrere Nashörner, meistens mit Futter ganz nah an den Wagen gelockt.

 

Eine Nashorn-Mutter mit ihrem Baby:

 

 

 

Schon einmal eine sitzende Giraffe gesehen?

 

 

Ein Krokodilweibchen aus sicherer Entfernung:

 

 

Pumba lässt grüßen:

 

 

Blick von der Terrasse des Restaurants, im Vordergrund einige Warzenschweine:

 

 

 

Um Euch noch einen Eindruck zu geben, wie die Landschaft um Windhoek herum aussieht, hier noch Fotos ohne Tiere:

 

 

 

 

Wie vergangenen Samstag auch haben wir dann gestern Abend gegrillt (nicht nur Fleisch, sondern auch vegetarisch, u.a. Folienkartoffeln) und einen netten Abend gehabt. Im Moment verbringen die Praktis relativ viel Zeit miteinander. Inzwischen sind alle Praktis der neuen Praktikantengeneration, deren erster ich war, eingetroffen. Besonders abends sitzen wir in verschiedenen Konstellationen zusammen und spielen zum Beispiel Karten. Oder man geht zusammen in die Innenstadt zum Einkaufen, geht einfach nur so spazieren (für die Neuen dann auch sozusagen Sightseeing) oder ins Café. Diese Woche waren wir – zusammen mit weltwärts-Freiwilligen – auch an einem Abend in Joe’s Beerhouse...

 

Ansonsten verbringe ich die Zeit vor allem mit Internet/Mails, faulenzen/Musik hören und Lesen. Vor kurzem habe ich mit Schillers „Wallenstein“ angefangen und dazu auch einige mehr oder weniger wissenschaftliche Texte aus dem Internet auf meinen Laptop gezogen. Beim Basar am letzten Schultag vor den Ferien gab es auch einen großen Raum voller älterer Bücher, die zu Gunsten der Schule „verscherbelt“ wurden – 1 kg für umgerechnet ca. 1 Euro. Da habe ich mir drei Bücher gekauft: eben Wallenstein, den Simplicissimus sowie ein Drama von Hauptmann, das ich schon gelesen habe. – Noch eine Woche Ferien liegt vor mir. Dann beginnt die Arbeit in der neuen Gruppe. Ich bin mal gespannt.

 

 

Ich freue mich, von Euch zu hören!!

 

 

Alles Liebe, Andy

 

6.9.09 11:43


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